Projekt

Der Bienen-Highway – Bayern blüht auf

Margeritenbestand vor Straße
© Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr Margeritenbestand vor Straße

Ein Bienen-Highway kann entlang von Staatsstraßen oder Bundesstraßen entstehen. Im Idealfall liegt er an Fahrradwegen. Der Highway ist als Blühstreifen angelegt und soll mindestens eineinhalb Meter breit sein. Dafür wird eine Fläche zwischen Straße und Radweg gebraucht, die mindestens vier Meter breit ist. Der Bienen-Highway soll auf einer Mindestlänge von rund einem Kilometer angelegt werden.

Er entsteht auf Flächen, die nur in geringer Entfernung zu anderen Biotopen (auch Ausgleichsflächen), landwirtschaftlichen oder kommunalen Blühstreifen liegen. Die Zielsetzung des Bienen-Highways ist es ökologisch hochwertige Bereiche miteinander zu vernetzen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zu mehr Biodiversität  und Insektenvielfalt in Bayern geleistet werden. Es entstehen neue Lebensräume für (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Der Bienen-Highway wird damit zum weiteren Baustein des ressortübergreifenden Bayerischen Aktionsprogramms für die Insektenvielfalt.

Alle 19 staatlichen Bauämter mit Straßenaufgaben sowie die Autobahndirektionen wurden aufgefordert, geeignete Flächen zur Anlage von Bienen-Highways zu suchen. Die Staatlichen Bauämter haben bisher 26 Standorte für Blühstreifen mit insgesamt acht Hektar Fläche für mögliche Bienen-Highways gemeldet. Die Direktionen melden weitere geeignete Flächen im Umfang von rund 10 Hektar. Derzeit wird das Saatgut ausgebracht. Beim Saatgut setzt die Staatsbauverwaltung auf gebietsheimische Pflanzenarten, die sich als Lebensraum für Insekten besonders eignen.

Oberste Priorität bei der Suche geeigneter Standorte hat die Verkehrssicherheit. Sie darf in keiner Weise beeinträchtigt werden.