Projekt

Der Bienen-Highway – Bayern blüht auf

Blühstreifen entlang der B 471 zwischen Inning und Grafrath
© Staatliches Bauamt Freising Blühstreifen entlang der B 471 zwischen Inning und Grafrath

Ein Bienen-Highway kann entlang von Staatsstraßen oder Bundesstraßen entstehen. Im Idealfall liegt er an Fahrradwegen. Der Highway ist als Blühstreifen angelegt und soll mindestens eineinhalb Meter breit sein. Dafür wird eine Fläche zwischen Straße und Radweg gebraucht, die mindestens vier Meter breit ist. Der Bienen-Highway soll auf einer Mindestlänge von rund einem Kilometer angelegt werden.

Er entsteht auf Flächen, die nur in geringer Entfernung zu anderen Biotopen (auch Ausgleichsflächen), landwirtschaftlichen oder kommunalen Blühstreifen liegen. Die Zielsetzung des Bienen-Highways ist es ökologisch hochwertige Bereiche miteinander zu vernetzen. Damit soll ein wichtiger Beitrag zu mehr Biodiversität  und Insektenvielfalt in Bayern geleistet werden. Es entstehen neue Lebensräume für (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Der Bienen-Highway wird damit zum weiteren Baustein des ressortübergreifenden Bayerischen Aktionsprogramms für die Insektenvielfalt.

Alle 19 staatlichen Bauämter mit Straßenaufgaben sowie die Autobahndirektionen haben geeignete Flächen zur Anlage von Bienen-Highways und Blühflächen herausgesucht. Die Staatlichen Bauämter haben bisher 26 Blühstreifen mit insgesamt acht Hektar Fläche angelegt. Die Autobahndirektionen  weitere 19 Blühflächen an Anschlüssen und Parkplätzen  an Autobahnen mit rund zwölf Hektar Fläche.

Oberste Priorität bei der Suche geeigneter Standorte hatte und hat die Verkehrssicherheit. Sie darf in keiner Weise beeinträchtigt werden.

 Beim Saatgut setzt die Staatsbauverwaltung auf gebietsheimische Pflanzenarten, die sich als Lebensraum für Insekten besonders eignen.

Am Großteil der Blühstreifen ist das Saatgut wie gewünscht aufgegangen und gediehen. An einigen Standorten allerdings sind die Pflanzen bislang nicht wie erwartet gewachsen, möglicherweise aufgrund der Trockenheit im Frühsommer. Im Winter will das Verkehrsministerium eine abschließende Bilanz ziehen.